|
Aktivitäten
1. Bau einer griechischen Schule in München
Eines der strategischen Ziele der Stiftung war die Förderung der Bemühungen für den
Bau eines Gebäudes für die Unterbringung der griechischen Schulen in München. Hier
müssen wir folgende Punkte hervorheben:
- Von den vielen Vorschlägen für ähnliche Projekte im Ausland, hat das griechische
Bildungsministerium nur eine unterstützt, und zwar die aus München.
- Eine wesentliche Rolle dazu hat die Stiftung gespielt, da sie ein vollständiges Dossier
für eine Schule mit 24 Räumen höchsten Standards eingereicht und dadurch rechtzeitig 80 %
der Finanzierung (Gesamtvolumen: 15 Mio. €) durch den Freistaat Bayern gesichert hat.
- Nach Bemühungen der Stiftung und des griechischen Generalkonsulats hat die Bayerische
Regierung bereits 1995 die Notwendigkeit der Finanzierung des Projekts erkannt.
- Im April 2001 wurde von der griechischen Regierung mit der Unterstützung der Stiftung
der Kauf eines Grundstücks der Stadt München abgeschlossen
- Durch diesen Kauf hat die griechische Regierung bereits ihren gesamten Anteil (20%)
an der Gesamtfinanzierung geleistet.
Es ist selbstverständlich, daß Inhaber des Gebäudes und Träger der
Schule der Griechische Staat sein wird.
2. Kultur
Abgesehen von der Unterstützung von Programmen anderer Verbände und Personen hat die
Stiftung im kulturellen Bereich 1999 ihren Stempel durch den Kulturkreis
“Metamorphosen”,
in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut, der Hölderlin Gesellschaft, der
ΓΓΑΕ und dem Kulturreferat der Stadt München aufgedrückt.
Thema der Veranstaltung waren die geistigen Beziehungen von Odysseas Elytis mit Hölderlin
und Novalis, so wie diese aus den Werken von Elytis zu sehen sind, als ein interessantes Beispiel
interkultureller und zeitloser Inspiration. Der Kreis beinhaltet die Aufführung einer
prototypischen Musik-Theater-Produktion mit dem Titel Archipel,
eine gemeinsame Ausstellung zum Thema mit der Hölderlin Gesellschaft, sowie eine Reihe von Vorträgen
und Filmvorführungen.
Die Stiftung koordinierte 2000 den bayerischen Teil des Programms
des Generalsekretariats für die Auslandsgriechen (GSAG) mit dem Thema
“Kulturtage in Deutschland”, in dem
sie zusätzlich mit einer Reihe von Veranstaltungen mit dem Titel “Kulturdialoge”
teilnahm.
Die Stiftung nimmt auch an den Treffen der Vertreter der Kulturinstitute von Frankreich,
Italien, Spanien und des Goethe Instituts teil, die von der Stadt München organisiert werden.
Außerdem wollen wir untersuchen, ob Bedarf für die Gründung eines Griechisch-Bayerischen
Kulturzentrums in München besteht.
3. Vergabe der Stiftungsmedaille
Die Stiftung verleiht im Rhythmus von zwei Jahren eine Ehrenmedaille an eine Persönlichkeit
aus Bayern oder der Bundesrepublik, die bedeutende Dienste für die Förderung der
griechisch-deutschen Beziehungen geleistet haben, insbesondere in Bezug auf die Situation der
griechischen Einwanderer in Deutschland.
Im Jahr 2000 wurde der Präsident des Bayerischen Landtags, Herr Johann stellvertretend für den
Freistaat Bayern, das seit Jahrzehnten das Bestehen griechischer Schulen in Bayern sowie die
Perspektive des bereits erwähnten Baus eines griechischen Schulgebäudes unterstützt.
Im Jahr 2002 wurde die Medaille Seiner Eminenz, Kardinal von München und Freising, Friedrich
Wetter, verliehen, hauptsächlich wegen des Engagements der Katholischen Kirche in Bayern für
den Bau der griechisch-orthodoxen Allerheiligenkirche in München.
4. Öffentlichkeitsarbeit
Einmal im Jahr organisiert die Stiftung einen Jahresempfang zur Festigung der Beziehungen
zwischen ihren Freunden und Unterstützer. Diese Tradition wird jeweils in Verbindung mit einer
kulturellen Veranstaltung fortgeführt.
Ferner hat die Stiftung eine Reihe von Vorträgen mit hochrangigen Persönlichkeiten der
europäischen und deutschen Politik zu Themen, die Griechenland und Europa anbelangen, veranstaltet.
Unter den Teilnehmern waren die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags a.D. Frau Anneliese
Fischer, Prof. Kurt Schelter, Staatsminister im Bundesinnenministerium, Frau Ursula Schleicher,
Vizepräsidentin des Europaischen Parlaments, Herr Christian Ude, Oberbürgermeister von
München,
Herr Dr. Günther Beckstein, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland
Herr Ignaz Bubis, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und
Sozialordnung Frau Ulrike Mascher sowie die ehemalige Bayerische Staatsministerin für
Bundesangelegenheiten Frau Prof. Ursula Männle.
Die Reihe der Geehrten zeigt offensichtlich das große Netzwerk, auf das die Stiftung
zurückgreifen kann.
5. KONFERENZEN, TAGUNGEN, STUDIEN
Eines der grundlegenden Ziele der Stiftung ist die Förderung von Studien und des Dialogs über
die Situation der griechischen Emigranten in Deutschland.
Abgesehen von den Aktivitäten bezüglich der Bildungsfragen wurde deshalb im Dezember 2000 in
Zusammenarbeit mit der Griechischen Gemeinde in München und dem GSAG
eine Tagung zu den strategischen Perspektiven der Griechen in Deutschland veranstaltet.
Wir haben vor, diese äußerst wichtigen Diskussion fortzusetzen.
Wenn wir die hier auftretenden Dilemmata nicht verstehen und nicht offen über die Alternativen
diskutieren, die sich hier hinsichtlich unserer Zukunft in Deutschland anbieten, wird es nicht
möglich sein, einen ernsthaften Dialog und eine vernünftige Planung für die anderen
“brennenden” Themen, wie z.B. Bildungswesen, durchzuführen.
6. Vorträge, Veröffentlichungen
6.1 Eigene Herausgaben
Die Stiftung hat zusammen mit der Landeshauptstadt München (Schul- und Kultusreferat)
eine zweisprachige Ausgabe des Werkes "München, Blick auf eine Weltstadt" erarbeitet.
Sie beinhaltet
- das Originalbuch in Deutsch
- ein CD-ROM mit der griechischen Übersetzung, inklusive neue Vorworte
und den Extra-Teil "München, Athen an der Isar"
- einen Teildruck (Vorworte, Inhaltsverzeichnis, Extra-Teil)
6.2 Ausgewählte publizierte Artikel und Vorträge
Das Rätsel der Spiele
(Olympisches Feuer, Zeitschrift der Deutschen Olympischen Gesellschaft,
Offizielles Organ des NOK für Deutschland, 2/2004)
Vortrag des Vorsitzenden der Stiftung Palladion,
Byzanz-Soiré, 13. Februar 2005
(in Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung, Bayern, anlässlich der
großen Byzanz-Ausstellung)
Pressemitteilung zum
Musik-Theaterstück "Archipel":
ein literarisches Musik-Theater
Musikalische Leitung: Adel Shalaby; Dezember 2000, Carl-Orff Saal, Gasteig
|